Arbeitsbetreuung

Von admin, 9. April 2008 10:10

Unsere Beobachtung hat ergeben, dass die Jugendlichen/jungen Erwachsenen des „Betreuten Wohnens“, in der Regel mit Heimerfahrung, nicht ausreichend in der Lage sind, selbst niederschwellige Angebote überbetrieblicher Ausbildung, sowie Berufsvorbereitung und Berufsfindung kontinuierlich durchzuhalten.

Dies führt in der Regel zur Nichtbeschäftigung, bzw. niederschwelliger Berufsschulversorgung und damit einhergehend zum Verlust einer Tagesstruktur, weil Schlaglichter und Orientierungspunkte des Tages verloren gehen.

Die Folge ist sehr häufig der Verlust von Tages- und Nachtrhythmus und damit eine erhebliche Gefährdung der Hin- oder Rückführung in ein geregeltes Berufsleben.

Wir haben festgestellt, dass der Einstieg in eine Beziehung zu unseren überantworteten Jugendlichen nicht nur über Sprache, sondern auch über gemeinsames „Tun“ möglich ist. Gerade Jugendliche, die Erwachsenen/Erziehern und Pädagogen und ihrem rhetorischen Vermögen eher skeptisch gegenüberstehen, sind eher bereit, sich über diese Schiene auf Betreuung und Beziehung einzulassen.

In unserer tagesstrukturierenden Arbeitbetreuung bringen wir diese beiden Ansätze in der berechtigten Hoffnung übereinander, dass Jugendliche, die sich auf dieses Angebot einlassen, eine Tagesstruktur erhalten, handwerkliche Fähigkeiten erwerben, und durch die Erfahrung, dass sie etwas können, Erfolg haben und ein besseres Selbstwertgefühl entwickeln. Sie können sich so letztendlich besser auf eine Integration in den Arbeitsmarkt vorbereiten.

Wir haben zur Erfüllung dieses Zweckes vor einiger Zeit eine Werkhalle in Castrop angemietet, in der Holz, Stahl und Kunststoff an größeren Objekten verarbeitet werden, sowie eine kleinere Holzwerkstatt im Keller unserer Stammeinrichtung eingerichtet, in der an kleineren Objekten gearbeitet wird.

Die beiden Mitarbeiter der Arbeitsbetreuung haben außer ihrer pädagogischen Ausbildung auch eine abgeschlossene Ausbildung zum Schlosser und entsprechende Berufserfahrung.

Der/die Jugendlichen werden täglich gemeinsam mit einem Arbeitsbetreuer in der Zeit von 9.00 bis 15.00 Uhr in unserer Werkhalle in Castrop arbeiten.

Anfangs werden der/die Jugendlichen durch ihren Betreuer an die Arbeitsstätte gebracht, langfristig sollen sie allerdings selbst für ihr Kommen sorgen.

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